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Safari 27 bringt gestaltbare Auswahlfelder und 844 Fehlerbehebungen

Seit dem 17. September 2026 ist Safari 27 auf iPhone, iPad und Mac verfügbar. Für Entwickler und Agenturen sind vor allem drei Neuerungen wichtig, weil sie Skripte überflüssig machen.

Von Emad Javid Tab Pasand

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Am 17. September 2026 hat Apple Safari 27.0 für iOS, iPadOS, macOS und visionOS freigegeben. Das WebKit-Team zählt im Blogbeitrag zur Version 83 neue Funktionen und 844 behobene Fehler, 86 Prozent des Umfangs entfallen auf Qualität statt auf Neues. Das ist für jedes Webprojekt wichtig, weil auf dem iPhone in jedem Browser die Technik von Safari steckt. Ein iPhone-Nutzer kann ein Safari-Problem also nicht umgehen, indem er Chrome installiert. Was in Safari nicht geht, geht für alle iPhone-Besucher nicht.

Auswahlfelder ohne Skript gestalten

Das Element <select> ließ sich bisher kaum gestalten. Wer ein Auswahlfeld wollte, das zum Rest der Seite passt, mit Bildern oder Mehrzeilern in den Optionen, baute es in JavaScript nach. Das kostete Ladezeit, machte die Tastaturbedienung kaputt und war für Screenreader oft unbrauchbar. Mit appearance: base-select übernimmt der Browser jetzt die Gestaltung nach den Regeln des Stylesheets, behält aber Tastatur, Fokus und Bedienungshilfen. Mit Safari 27 ist das Verfahren nun auch auf dem iPhone angekommen.

Wer es einsetzt, sollte es hinter eine Feature-Abfrage legen: @supports (appearance: base-select) trennt die Browser, die die neue Gestaltung beherrschen, von denen, die das Feld wie bisher zeichnen. Beide Fälle müssen im Stylesheet vorkommen, sonst bekommt ein Nutzer mit einem zwei Jahre alten Android-Gerät ein unlesbares Feld.

Für ein Buchungsformular oder einen Konfigurator heißt das: das eigene Dropdown-Skript kann weg. Der Fallback ist eingebaut, ältere Browser zeigen das normale Auswahlfeld. Bei neuen Formularen lohnt es sich deshalb, native Elemente zu verwenden. Weniger Skript ist weniger Angriffsfläche und weniger Wartung.

Kein Springen mehr beim Nachladen

Scroll-Anchoring sorgt dafür, dass die Seite nicht springt, wenn oberhalb des sichtbaren Bereichs noch Inhalte nachgeladen werden, etwa ein Bild ohne feste Höhe oder ein Cookie-Hinweis. Das Springen war einer der häufigsten Gründe für einen schlechten Wert bei der Layoutverschiebung (CLS), den Google in die Bewertung der Seitenqualität einfließen lässt. Mit Safari 27 verschwindet ein Teil des Problems von selbst. Was bleibt: Bildern weiterhin Breite und Höhe mitgeben, damit der Platz von Anfang an reserviert ist. Scroll-Anchoring kaschiert Sprünge, verhindert sie aber nicht.

Kleinere Dinge, die sich summieren

Das Schlüsselwort stretch für Breiten- und Höhenangaben ersetzt die herstellerspezifischen Varianten, die Entwickler bisher doppelt notieren mussten. Die Pseudoklasse :heading spricht alle Überschriftenebenen auf einmal an, statt h1, h2, h3, h4, h5, h6 aufzuzählen. light-dark() akzeptiert jetzt auch Bilder, sodass ein Logo für den dunklen Modus ohne Medienabfrage ausgetauscht werden kann. Top-Level-Await in ES-Modulen wurde vollständig neu geschrieben und funktioniert jetzt standardkonform, was einige stille Fehler in Modulen beseitigt, die auf Safari nur sporadisch auftraten. Und der Web Inspector zeigt den Farbkontrast direkt am Element an, was das Prüfen von Kontrasten für die Barrierefreiheit spürbar beschleunigt.

Neu ist auch ein MCP-Server, über den KI-Werkzeuge den Browser steuern können. Er läuft lokal und macht keine eigenen Netzwerkaufrufe. Für automatisierte Website-Tests gibt es damit einen offiziellen Zugang zu Safari.

Was das für Ihre Projekte heißt

Die Updates kommen mit iOS 27 und macOS von selbst auf die Geräte der Besucher. Was Sie tun sollten: laufende Projekte einmal auf einem aktualisierten iPhone durchklicken, besonders Formulare und Auswahlfelder. 844 Fehlerbehebungen bedeuten auch, dass sich Verhalten ändert, und ein Skript, das um einen alten Safari-Fehler herumgebaut war, kann jetzt selbst zum Fehler werden. Solche Umgehungen lassen sich jetzt oft ersatzlos streichen – weniger Code, der gepflegt werden muss.

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